Catalogus Professorum Lipsiensium

Im Zeitraum 2006 bis 2013 erarbeitete der Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Leipzig einen Katalog der Professoren der Universität Leipzig, die im 19. und 20. Jahrhundert an der Universität tätig waren. [Morgenstern/Riechert 2009]. Anlässlich des 600­-jährigen Bestehens der Universität Leipzig wurde diese Datenbank über das Internet zugänglich gemacht. Der Katalog enthält aktuell Fakten zu ca. 2.000 Professoren. Dies sind u.a. rund 15.000 Lebensabschnitte und 400 damit in Verbindung stehende Institutionen. Im Kern (ohne Inferenzen) enthält der Katalog 210.000 RDF­-Tripel.

Grundlage des Projekts bildet die Forschungsdatenbank, in die all jene Leipziger Professoren aufgenommen werden, die zwischen der Universitätsreform 1830/31 und dem faktischen Ende der Ordinarienuniversität in der frühen DDR an der Leipziger Universität gelehrt haben. Eine chronologische Erweiterung auf die Zeit vor 1831 und nach 1952 erfolgte nach der Publikation der Datenbank im Jahr 2009 bis ins Jahr 2013. Kriterium für die Aufnahme war, wie auch bei anderen Katalogen dieser Art, der Professorentitel. Die einzelnen Professoren werden mit ihren wichtigsten Lebensdaten, Karrierestationen und Publikationen vorgestellt.

Aktuell existiert kein finanziertes Projekt zur Erhebung von Daten und zur Erweiterung des Professorenkatalogs. Eine Gruppe ehemaliger  Universitätsangehöriger pflegt aktuell bestehende Daten in einer Arbeitsgruppe des Seniorenkolleg der Universität Leipzig.

Der Aufbau der Forschungsdatenbank erfolgte in Kooperation mit der Arbeitsgruppe AKSW. Die durchgeführte kollaborative und Web-­basierte Datenerhebung durch die Wissenschaftler wurde durch den Einsatz des semantischen Daten-Wiki OntoWiki [Auer et al. 2007; Frischmuth et al. 2015] unterstützt. Das Vorgehen im Projekt wurde publiziert [Riechert et al. 2010] und bereits in mehreren Projekten in der Geschichtswissenschaft adaptiert (u. a. Bamberger Professorenkatalog, Pfarrerbuch Sachsen und Ungarn).

Der Katalog stellt neben der HTML-­Repräsentation aller Daten diese auch als Linked Open Data und per SPARQL-Endpunkt unter einer CC­BY­SA 3.0 Lizenz zur Verfügung.

Referenzen:

Weblinks:

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